PROJEKT

Sejet Pflanzenzüchtung, Dänemark

Qualität stand bei Sejet Plant Breeding schon immer im Mittelpunkt. Doch die manuelle Fehlerentfernung bei der Reinigung von Getreide und Hülsenfrüchten erwies sich als langsam und ineffizient. Die Bewältigung dieser Herausforderung führte zu einem Prozess, der die Produktqualität deutlich verbesserte – vollautomatisiert und ohne manuelle Arbeit.

Sejet Pflanzenzüchtung, gegründet 1947 und im Besitz von DLG und Novo Holding, ist ein modernes, forschungsorientiertes Züchtungsunternehmen, das praktische Feldarbeit mit fortschrittlichen biotechnologischen Methoden verbindet. In enger Zusammenarbeit mit führenden dänischen und europäischen Universitäten sowie internationalen Züchtungs- und Saatgutunternehmen treibt das Unternehmen Innovationen in der Pflanzenzüchtung voran. Jedes Jahr entwickelt Sejet neue Getreide- und Ackerbohnensorten durch die Kreuzung von Elite- und exotischem Material und liefert so verbesserte Eigenschaften und führende Sorten für Dänemark und viele europäische Märkte.

die ersten Gedanken

Vor einigen Jahren suchte Sejet nach einer mechanischen Lösung zur Sortierung von Mischkulturen wie Ackerbohnen und Erbsen. Gemeinsam mit Willem Verbeek von Westrup fand Steffen Thomsen, Versuchstechniker bei Sejet, eine praktikable Lösung. Im Laufe der Gespräche kam die Möglichkeit der optischen Sortierung zur Sprache, und die Idee nahm Gestalt an.

Mit dem wachsenden Bedarf an mehr Flexibilität und höherer Qualität ging Sejet den nächsten Schritt und sondierte den Markt für optische Sortiermaschinen. In der Evaluierungsphase wurden die Anforderungen klar definiert: Die Maschine musste sowohl kleinste Chargen bis hinunter zu 50 Gramm als auch größere Mengen verarbeiten und Erntegut mit einem breiten Größenspektrum – von Raps bis zu Ackerbohnen – sortieren können, um den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.

eine Entscheidung treffen

Wir arbeiten sehr gut mit Westrup und Willem zusammen und haben immer das Gefühl gehabt, auf einer Wellenlänge zu sein. Wir können offen miteinander reden und finden gemeinsam stets eine Lösung, die perfekt zu unserer Zuchtanlage passt. Wir haben uns über Westrup für die Optica Mini von 3U Vision entschieden, weil sie selbst kleinste Chargen ohne Einbußen bei der Sortierqualität verarbeiten kann. Gleichzeitig passt sie dank ihrer kompakten Größe ideal in unsere Anlagen“, erklärt Steffen Thomsen.

Industrielle Lebensmittelverarbeitungsanlage mit großem Trichter, Förderband und elektronischem Bedienfeld auf einer erhöhten Plattform.

Bevor eine Entscheidung getroffen werden konnte, musste der Markt gründlich analysiert werden, um festzustellen, ob ein optischer Sortierer die richtige Wahl für das jütländische Unternehmen war. Sejet hatte keinerlei Erfahrung mit optischen Sortierern, daher waren umfangreiche Vorarbeiten nötig, um zu beurteilen, ob sich die Investition lohnen würde und ob die Maschine die spezifischen Anforderungen erfüllen konnte.
Der Dialog zwischen Westrup und Sejet wird als offen und vertrauensvoll beschrieben; eine langjährige Zusammenarbeit, die auf einem tiefen Verständnis der Bedürfnisse von Sejet basiert.

Die Installation verlief reibungslos. Die Maschine wurde von 3U Vision in Italien gefertigt, und während der Wartezeit erhielt Sejet detaillierte Zeichnungen, die es ermöglichten, die bestehende Produktionslinie vorzubereiten und Platz für die neue Maschine zu schaffen. Die Installation und die anschließende Schulung durch die Techniker von 3U Vision und Westrup stellten sicher, dass Steffen und sein Team die Maschine vom ersten Tag an nutzen konnten.

Steffen Thomsen fährt fort: „Darüber hinaus sind das benutzerfreundliche System, die intuitive Rezeptverwaltung und die einfache Reinigung große Vorteile für unsere tägliche Arbeit. Es ermöglicht uns, das von uns angestrebte hohe Qualitätsniveau problemlos zu halten, da wir die Maschine zwischen den einzelnen Chargen schnell und gründlich reinigen können. So erfüllt die Maschine unsere Ansprüche voll und ganz – ohne Zeitverlust durch Reinigung oder ständiges Anpassen der Rezepte und Hinzufügen von Farbmustern.

Industriemaschine mit Touchscreen-Oberfläche, Trichter und Fördersystem in einer sauberen, laborähnlichen Umgebung.
Industriemaschine mit Bildschirm, angeschlossen an ein Rohr, und Kunststoffbehältern auf einem Metallboden in einer Reinraumumgebung.

Sejet hat die Fenix ​​Mini an die in der Zuchtanlage getesteten, stark variierenden Chargengrößen angepasst, indem zwei verstellbare Auslässe hinzugefügt wurden. Diese Auslässe können den Durchsatz entweder in kleine, unterhalb der Maschine befindliche Trays leiten (Standardkonfiguration) oder mittlere und große Chargen verarbeiten, indem Verlängerungen angebracht werden, die das Produkt in Trays unterschiedlicher Größe führen.

Ergebnisse und Vorteile

  • Obwohl es noch zu früh ist, statistische Ergebnisse zu präsentieren, ist der Effekt deutlich: Die Reinheit des gereinigten Produkts ist höher. Die Maschine sortiert anhand weit mehr Parameter als erwartet und hat sich als deutlich leistungsfähiger erwiesen als die klassische Farbsortierung allein.

  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist das Arbeitsumfeld. Die Mitarbeiter verbringen deutlich weniger Zeit mit manueller Arbeit und müssen nicht mehr sitzen und von Hand sortieren. Dadurch wird Zeit gespart und der Prozess effizienter gestaltet.

  • Eine positive Überraschung war die Fähigkeit der Maschine, minimale Farbunterschiede zu erkennen, beispielsweise Bohnen, die von Käfern befallen wurden und sich nur durch eine mikroskopische Farbveränderung um das Austrittsloch herum bemerkbar machen.

  • Darüber hinaus hat sich der optische Sortierer bei der Entfernung von Mutterkorn als wirksam erwiesen, eine Herausforderung, an der Sejet seit Jahren arbeitet.

Steffen erklärt, dass die Investition für Sejet auch strategische Bedeutung hat. Durch die frühzeitige Beseitigung von Fehlern im Produktionsprozess wird die Fehlerquote bei unbrauchbarem Saatgut reduziert – ein klarer Vorteil angesichts strengerer Vorschriften für Pestizide und Insektizide. Gleichzeitig bietet die Lösung mehr Flexibilität und sichert die Produktion für die Zukunft, da aufgrund der steigenden EU-Vorgaben zur Reduzierung des Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft mit einem höheren Anteil an verunreinigten Produkten in zukünftigen Ernten zu rechnen ist. Auch für den zukünftigen Anbau von Zwischenfrüchten ist das Unternehmen bestens gerüstet.

Die Prognosen von Sejets sind eindeutig: Optische Sortierung wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Die Investition ist nicht nur heute relevant, sondern auch langfristig.

Vielen Dank an Sejet Plant Breeding I/S für die hervorragende Zusammenarbeit und dafür, dass wir diesen Fall verfassen durften.


Dieses Projekt ist eines von vielen, die wir weltweit realisiert haben, mit sehr unterschiedlichen Anforderungen, Reinigungsbedürfnissen und Budgets.

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Diese Fallbeschreibung wurde von Sejet Plant Breeding genehmigt.

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